Faszien, wer hat in der letzten Zeit noch nichts von ihnen gehört?

Plötzlich sind sie in aller Munde. Sie sind verantwortlich für Muskelbeschwerden und den Boom der Foamrolls.

Nur was hat es mit der ganzen Geschichte auf sich? Was sind Faszien? Was haben sie mit unserem Schmerzempfinden zu tun? Und wie wirkt sich Stress auf dieses Gewebe aus?

Faszien sind Strukturen, die zu ca. 70% aus Wasser bestehen, unsere Muskeln, Organe und Gewebe umschließen und nachweißlich muskelübergreifend über längere Strecken im Körper funktionieren. Faszien enthalten Zellen (Fibroblasten), die Hyaluronsäure und Kollagenfasern produzieren.

Kollagen bildet das Grundgerüst unserer Faszien und Hyaluronsäure den wasserhaltigen Gleitfilm zwischen den Strukturen. Mangelt es an Hyaluronsäure, sind wir in unserer Beweglichkeit eingeschränkt. Aber auch durch mangelende Bewegung, Fehlbelastungen oder durch hartes Training, verkleben die Faszien und verlieren an Elastizität. Dadurch bekommen wir Probleme, Verspannungen und Schmerzen. Durch Foamrolling wird der Flüssigkeitsaustausch innerhalb der Faszie beeinflusst und die Beweglichkeit kann wieder verbessert werden. Akupunktur führt ebenfalls zu einem Effekt, der die Faszie arbeiten lässt und zu einer Entspannung dieser Struktur führt. Allerdings sind die einfachsten Methoden, Bewegung und auch das umstrittene Thema Stretching.

Neuste Studien haben gezeigt, dass unsere Faszien mit Schmerzrezeptoren und Nervenbahnen in Kontakt stehen und diese umgeben. Ebenfalls wurde nachgewiesen, dass Schmerzen (Bsp. Rückenschmerzen) oftmals nicht durch den Muskel oder die Bandscheibe o.ä. ausgelöst werden, sondern durch das verkleben der Faszie in der umliegenden Struktur.

Es konnte sogar gezeigt werden, dass sich Stress negativ auf die Faszienstruktur auswirkt. Schuld ist unser Nervensystem. Allen voran unser vegetatives Nervensystem, bestehend aus dem Sympathikus (Kampf und Flucht) und unserem Parasympathikus (Ruhe und Verdauung). Der Sympathikus, also unser Stressnerv, unser Gaspedal, befindet in der heutigen Zeit meist unter Dauerfeuer. Dieser Teil unseres Nervensystems sendet Signale an Strukturen wie die Rückenfaszie oder auch den Bereich unseres Nackens. Dort werden Botenstoffe ausgeschüttet, was dann zu einer Verengung der Blutgefäße führt und somit zu einer eingeschränkteren Versorgung und einer Stimulation unserer Schmerzrezeptoren. Wer also über stressbedingte Schmerzen im Rücken klagt, der hat vollkommen recht.

Was hilft ist denkbar einfach. Bewegung, eine gute Ernährung (Wasserhaushalt) aber auch Entspannung und im Sport das richtige Maß an Regeneration. Findet eine gute Work-Life-Balance und arbeitet an eurem Stressmanagement. Wir empfehlen bei starker Belastung oder Problemen die Einnahme von Ackerschachtelhalm-Konzentrat von Dr. Feil (ultraSPORTS). Es fördert die Kollagenbildung, vernetzt und stärkt die Bindegewebsstrukturen und fördert starke Knochen und Knorpel.

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