Muskelkater – Rollen, Dehnen, Belastung?

Was ist Muskelkater?

Bevor wir klären, was wir bei Muskelkater tatsächlich machen sollten, klären wir vorerst die Frage, was Muskelkater überhaupt ist:

Beim Muskelkater handelt es sich um kleinste Verletzungen in der Muskelfaser. Genauer, es sind kleine Risse in der Z-Scheibe, die dazu führen, dass der Muskel schmerzt. Dieses Mikrotrauma ist dafür verantwortlich, dass uns meist am nächsten Tag die Bewegung schwer fällt. Ebenfalls geht ein Kraftverlust, der über Wochen andauern kann, mit dem Kater einher.

Der Muskel entwickelt die größte Spannung bei exzentrischer Arbeit. Er wird hierbei durch externe Kräfte entgegen seiner Anspannung gedehnt. Viele merken das auch beim Bergabgehen. Wir merken diesen Schmerz allerdings erst Stunden nach der Bewegung. Das hängt damit zusammen, dass die Schmerzrezeptoren nicht direkt in der Muskelfaser liegen, sondern im umliegenden Gewebe. Die auslösenden Stoffe gelangen erst nach dem Austritt aus der Muskelfaser an die Schmerzrezeptoren.

Was sollen wir also nun machen, wenn uns der Kater in einem Muskel heimsucht?

Schonen ist auf jeden Fall eine gute Idee. Ebenfalls können wir die betroffene Stelle kühlen oder wärmen. Was nicht zu empfehlen ist, ist dehnen, erneut belasten oder massieren. Jeder kann sich vorstellen was passiert, wenn ein Riss in einem Gewebe gedehnt wird. Gleiches gilt für Faszienrollen. Mäßig angewendet, kann es zu einer Verbesserung führen, da die Schlackstoffe vom Muskel abtransportiert werden und hilfreiche heilende Stoffe nachströmen können. Aber auch hier gilt es langsam und vorsichtig um die verletzten Strukturen nicht noch mehr zu schädigen.

Posted on: November 28, 2018LaufZeit